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Bistum Rottenburg Stuttgart

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Das Taufbecken: Eingangstor in die christliche Gemeinschaft

Veröffentlichung:20.4.2026

Das ca. 2,5-minütige Video erklärt das Taufbecken als liturgisches Möbelstück und erläutert die Geschichte und Entwicklung der Taufpraxis: von der Erwachsenentaufe durch vollständiges Untertauchen in eigenen Taufhäusern mit fließendem Wasser (lebendiges Wasser als Zeichen neuen Lebens) über die Übergangspraxis des Übergießens hin zur Kindstaufe und dem heutigen kompakten Taufbecken. Das Video behandelt zudem die Bedeutung der Firmung als Bekräftigung der Taufe sowie die heutige liturgische Funktion des Taufbeckens als Auffangbecken beim Taufvollzug.

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Das Video ist das inhaltlich reichhaltigste der Reihe, da es nicht nur ein Kirchenmöbel erklärt, sondern gleichzeitig die theologische Entwicklungsgeschichte eines Sakraments nachzeichnet. Die Taufe wird sowohl in ihrer Symbolik (Tod des alten Menschen, Auferstehung als neuer Mensch) als auch in ihrer sozialen Dimension (Zugehörigkeit zur Gemeinschaft, Entscheidung der Eltern, eigene Bekräftigung durch Firmung) erschlossen – das bietet vielfältige Anknüpfungspunkte.

Methodisch eignet sich das Video für einen Längsschnittvergleich: Schülerinnen und Schüler erarbeiten in einem Zeitstrahl die Entwicklung der Taufpraxis vom frühen Christentum bis heute und reflektieren, was die jeweilige Form über das jeweilige Taufverständnis aussagt. Das Motiv des „lebendigen Wassers" eröffnet eine symboltheologische Perspektive, die mit anderen Religionen verglichen werden kann (Wasser im Islam, Hinduismus, Judentum).

Die Passage zur Kindstaufe (Elternentscheidung, früher Tod von Kindern, Wunsch der Kirchenzugehörigkeit) bietet Anlass für ein sensibles Unterrichtsgespräch über Religionszugehörigkeit, Selbstbestimmung und Sakramentstheologie. Für ältere Lernende (Klasse 8–9) kann die Frage der Taufe als Voraussetzung für die Kirchenmitgliedschaft und aktuell diskutierte Kirchenaustrittsfragen produktiv angebunden werden.

Für Grundschule und inklusiven Unterricht: Die erste Hälfte des Videos (Kapitel 1–3) ist auch für jüngere Lernende und Lernende mit Förderbedarf zugänglich; die Kapitel zur historischen Entwicklung setzen mehr abstraktes Denken voraus und sollten ggf. begleitet werden.

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