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Gesichter der Weltkirche | Kirche in Not

Gesichter der Weltkirche | Kirche in Not

Ein franziskanischer Bischof an den Urstätten des Christentums

Veröffentlichung:10.9.2024

Die Videoreihe WELTKIRCHE - Christen aus aller Welt mit mehr als 30 Folgen bietet Interviews mit Christen aus der Weltkirche über ihren persönlichen Glauben und ihre Berufung. Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen berichten über ihre Erfahrung mit dem lebendigen Gott. Alle glauben dasselbe, aber jede und jeder glaubt auf eine eigene Weise.

Diese Videos können auch als Gruppenarbeiten vergeben werden, um Motivationen, Biografien und Wege zum Glauben oder zur Berufung zu vergleichen.

Das Gebiet der heutigen Türkei ist eng mit dem Alten und Neuen Testament verbunden. Der heilige Papst Johannes Paul II. hat die Türkei daher einmal das „Heilige Land der Kirche“ genannt. Selbst zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte Smyrna, das heutige Izmir, eine christliche Bevölkerungsmehrheit. Heute zählt man Christen dort nur noch im Promillebereich. Über die Aufgabe, Hirte einer kleinen Herde mit großer Geschichte zu sein, spricht Volker Niggewöhner mit dem Erzbischof von Izmir, Martin Kmetec.


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Das Interview beleuchtet die Situation der katholischen Kirche in der heutigen Türkei, einem Land mit reichem christlichen Erbe. Papst Johannes Paul II. bezeichnete die Türkei einst als „Heiliges Land der Kirche“. Orte wie Antiochia oder Smyrna (heute Izmir) spielten eine zentrale Rolle im frühen Christentum. Heute machen Christen dort jedoch nur noch einen verschwindend kleinen Teil der Bevölkerung aus.

Erzbischof Martin Kmetec, geboren 1956 im damaligen Jugoslawien, schildert seinen Weg zum Priestertum in einem kommunistischen Umfeld, das Religion benachteiligte, aber nicht offen verfolgte. Seine Berufung wurde durch franziskanische Einflüsse geprägt. Nach Stationen im Libanon und Istanbul wurde er 2020 Erzbischof von Izmir – eine kleine Diözese mit etwa 5.000 Gläubigen auf einer Fläche von 100.000 km².

Zentrale Aufgaben der Kirche in der Türkei:

Seelsorge und Glaubensverkündigung trotz kleiner Zahl und beschränkter Freiheiten.

Übersetzung liturgischer Texte ins Türkische (z. B. neues Messbuch).

Katechese und Ausbildung von Katechumenen.

Medienarbeit und Publikationen, z. B. zu Ehe, Evangelien, Heiligenleben.

Herausforderungen:

Fehlende gesellschaftliche Anerkennung von Christen.

Vorurteile und falsche Bilder in Medien.

Kein öffentlicher Missionseifer möglich; Evangelisierung erfolgt vor allem über persönliche Begegnungen, Internet und Literatur.

Ökumene:

Gute Zusammenarbeit mit orthodoxen, armenischen und anglikanischen Kirchen, z. B. bei gemeinsamer Nutzung von Kirchenräumen.

Anregung für Christen im Westen:

Touristen könnten zur Sichtbarkeit der Kirche beitragen, indem sie nicht nur Strände, sondern auch christliche Orte besuchen und sich für die Geschichte und Gegenwart der einheimischen Christen interessieren.

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